Der Prinz der Elfen von Holly Black

Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Prinz-der-Elfen/Holly-Black/cbt/e481826.rhd

Klappentext

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

Meine Meinung

Dies war mein erstes Buch von Holly Black.  Der Anfang des Buches konnte mich nicht wirklich fesseln. Man wird als Leser zwar direkt in die Geschichte geschmissen, was ich normalerweise liebe, aber dieses Mal ging es mir doch etwas zu abrupt los. Ich habe mich häufiger gefragt, ob ich was verpasst habe oder es doch einen vorherigen Band gegeben hat. Allerdings hat sich diese anfängliche Verwirrung dann schnell gelegt. Der Hauptcharakter Hazel war mir ehrlich gesagt nicht sonderlich sympathisch. Gerade zu Beginn war sie für mich einfach nur ein unreifes Mädchen. Ich konnte mit der Art, ihre Probleme zu verdrängen, nichts anfangen. Aber dies wurde im Laufe des Buches besser, auch wenn ich bis zum Ende nicht wirklich warm mit ihr geworden bin. Ihr Bruder Ben blieb für mich eher blass und ich fand es etwas übertrieben einen 17 jährigen Jungen, derart kindlich zu zeigen. Ich hatte fast das Gefühl als wenn Holly Black alle Klischees über Homosexuelle verarbeiten wollte. Das war mir persönlich zu viel. Richtig sympathisch fand ich hingegen Jack und ich hätte mir „mehr Zeit mit ihm“ gewünscht.
Die Geschichte an sich fand ich gut. Die Idee, das dieses Dorf in unserer Welt existiert, fand ich interessant und reizvoll und war gut durchdacht. Auch wenn die Autorin gar nicht viel Erklärungen dafür lieferte, wirkte es authentisch. Der Schreibstil war für ein Jugendbuch angemessen und so lässt sich das Buch leicht an einem Wochenende durchlesen.

Fazit

Ich wurde zwar nicht restlos überzeugt, aber es ist ein schönes Buch für zwischendurch, welches gerade zum Ende hin immer spannender wird.
Vielen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar!