Der Wunderling von Mira Bartók

Klappentext

Bekannt als Nummer Dreizehn lebt eine einohrige, schüchterne Kreatur – halb Fuchs, halb Mensch – im Heim für Missratene Wesen. Unter dem grausamen Regime der Heimleiterin Miss Carbunkle muss Nummer Dreizehn endlose Schikanen über sich ergehen lassen. Doch er hütet ein Geheimnis, dessen wahre Ausmaße ihm erst bewusst werden, als er sich mit dem Vogel Trixi anfreundet. Er hört Geräusche, die kein anderer wahrnimmt – wie Mäuse in den Wänden flüstern, Bienen Nektar schlürfen und meilenweit entfernten Vogelgesang. Mit Trixis Hilfe entkommt er dem Waisenhaus und macht sich auf den Weg in die große weiße Stadt. Und mit jedem Schritt der Reise erkennt er, dass nur seine Begabung eine Katastrophe verhindern kann. Denn nur er ist der Wunderling.

Meine Meinung

„Der Wunderling“ ist ein wunderschönes Kinder- bzw. Jugendbuch. Es entführt den Leser in eine Welt die auf der einen Seite überhaupt nicht mit der unseren zu vergleichen ist, aber auf der anderen Seite die Probleme unserer Welt aufgreift. Mira Barók zeigt eindrucksvoll, was passiert wenn man Kindern jegliche Liebe vorenthält. Zudem thematisiert sie treffend die Folgen einer Zweiklassen-Gesellschaft und die Auswirkungen auf die untere Schicht. Schön finde ich, dass der Leser der Entwicklung eines der lieblos aufgezogenen und als zweite Klasse beschimpften Kinder folgen kann. Schade finde ich allerdings, dass direkt zu Beginn schon die Titel der einzelnen Abschnitte genannt werden. Diese verraten in meinen Augen schon zu viel über die Geschichte. Das Ende finde ich etwas überladen und somit zwar für ein Kinderbuch angemessen, aber für mich als Erwachsene unglaubwürdig. Die Illustrationen sind süß gemacht und ziehen den Leser tiefer in diese Welt.

Fazit

Insgesamt ist „Der Wunderling“ eine schöne Geschichte über Freundschaft, Mut und die Fähigkeit sein Schicksal selbst zu bestimmen.

Danke an https://www.netgalley.de für das Rezensionsexemplar!